Airlines fordern Abschaffung der Luftverkehrssteuer

01.03.12, Welt Online:
Airlines fordern Abschaffung der Luftverkehrssteuer
Die deutschen Fluglinien haben im vergangenen Jahr fünf Millionen Passagieren an die Konkurrenz verloren. Sie machen die Steuer dafür verantwortlich. Die deutsche Luftfahrtindustrie hat die Bundesregierung aufgefordert, die seit 2011 erhobene Luftverkehrsteuer sofort wieder abzuschaffen. Nach einer ersten Bilanz des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft BDL hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) 2011 zwar 995 Mio. Euro aus der Erhebung der Steuer eingenommen. Passagiere müssen im Flugzeug 24.300 Euro extra zahlen. Gleichzeitig aber hätten Bund, Länder und Gemeinden durch den Rückgang der Passagierzahlen um fünf Millionen Einnahmeverluste von 550 Mio. Euro erlitten. Der Passagierrückgang führte bei Airlines, Flughäfen und der Tourismuswirtschaft zu geschätzten Umsatzverlusten von rund 750 Mio. Euro. Viele Passagiere sind auf grenznahe Flughäfen zum Beispiel in den Niederlanden, Belgien und der Schweiz ausgewichen. Der Präsident des Flughafenverbandes ADV, Christoph Blume, klagte, dass zwei Drittel aller deutschen Flughäfen „mit Stagnation und Rückgängen bei den Passagieren“ kämpfen. Insgesamt legte die Passagierzahl um fünf Prozent auf 198 Millionen zu. Dass die erhoffte 200-Millionen-Marke verfehlt wurde, habe mit der Steuer zu tun, hieß es.
Mehr als eine halbe Milliarde Euro Luftverkehrsteuer. Die größten sechs deutschen Airlines zahlten 565 Mio. Euro Luftverkehrsteuer und konnten diese nur zum Teil oder gar nicht an die Kunden weiterreichen. Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn sagte, dass seine Airline kaum die steigenden Ölpreise auf die Tickets aufschlagen könne. „Wir können so nicht leben.“ Air Berlin muss eine Steuerlast von 180 Mio. Euro tragen.

1 Kommentar:

  1. Flugbewegungen der Billigflieger VERMINDERN !

    Sollte die Luftverkehrssteuer gekippt werden, ist mit einem noch rascheren Anstieg der Passagierzahl zu rechnen.

    Eine Zunahme der Passagiere und somit der Flugbewegungen bedeutet aber auch eine Mehrbelastung für die Menschen, die in Flughafennähe wohnen müssen.
    Die Bürger fragen sich nur, wo bleiben die ganzen Steuereinnahmen von 995 Millionen Euro?
    Die Bürger fragen sich, warum gehen die Steuereinnahmen nicht an die Menschen, die unter einem Flughafen und seinem Lärm in Gesundheit sowie privater und beruflicher Hinsicht, um ihre Existenz gebracht werden.
    Die Bürger fragen sich, warum nicht endlich die Bundesregierung den Stein des Bürgerdialogs ins Rollen bringt und sich hieran AKTIV beteiligt.
    Die Bürger im Land sagen, jetzt ist Schluss mit dem Streben nach: immer mehr, immer weiter, immer höher! Die Profitgier muss gestoppt werden und WIR ALLE müssen uns besinnen und zu den Wurzeln zurückfinden.

    M.Hausmann,Erkner

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