Schwerpunkt nun auf Brandenburger Vertreter in der FBB

Riesiges Personal- und Postenkarussell

In einer Pressekonferenz vom 16. Januar 2013 verkündete Matthias Platzeck (SPD) in der neuen Besucherwelt des BER erste Ergebnisse des im Anschluß noch weiter tagenden Aufsichtsrates. Auffällig ist, dass sämtliche Personalentscheidungen mit Brandenburger Personal  untersetzt worden sind. Auch die Pressekonferenz wurde von ihm neben Pressesprecher Kunkel allein bestritten. Welche Auswirkungen dies für die Zukunft hat bleibt abzuwarten. Allerdings sind einige Entscheidungen in den Augen der Bewohner der Umlandgemeinden fragwürdig.
  • Matthias Platzeck (SPD) wurde einstimmig zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Klaus Wowereit (SPD) wird nun Stellvertreter Platzecks.
  • Rainer Schwarz hat den Aufsichtsrat und den Betrieb bereits verlassen. Das Büro wurde leer geräumt. Nun geht es darum, den Anstellungsvertrag aufzulösen. Ein Nachfolger oder Nachfolgerin für die Stelle von Schwarz wird derzeit gesucht.
  • Rainer Bomba, bisher Staatssekretär im Bundesverkehrsministeriums wird Vorsitzender des Projektausschusses, eines Gremiums des Aufsichtsrats. Bombas Posten übernimmt nun Ralf Christophers als Vertreter der Brandenburger Landesregierung.
  • Jörg Vogelsänger (SPD) und Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft erhält zusätzlich Arbeit. Er ist ab sofort der Umlandbeauftragte des Flughafens BER. Dies wurde zuvor im Gremium des Dialogforums mit den Bürgermeister der Umlandgemeinden entschieden
  • Im Zuge der angekündigten Neustrukturierung des Aufsichtsrates werden voraussichtlich die bisherigen Mitglieder Günther Tropmann (Deutsche Kreditbank, Berlin), Michael Zehden (Hotelmanager, Berlin) und Margaretha Sudhof (Staatsekretärin in Berlin) zugunsten Brandenburger Personal ausgetauscht werden. "Externer Sachverstand soll den Aufsichtsrat erweitern", so Platzeck gegenüber der Presse. 

 
Weiterhin wurde im Vorfeld bekannt, dass Aufgrund des aktuellen Wechsels von Rainer Bretschneider (SPD) in die Staatskanzlei des Ministerpräsidenten, dessen Nachfolgerin für den Posten der Staatsekretärin Kathrin Schneider benannt worden ist. Diese war zuletzt unter anderem Vorsitzende der Fluglärmkommision (FLK) für den Flughafen BER. Bretschneider soll nun wöchentliche Berichtstreffen für den Aufsichtsrat organisieren.

Zu einem neuen Eröffnungstermin könne Platzeck nichts sagen. Auch Technikchef Amann benötigt noch Zeit "um in ganzer Ruhe" die Situation vor Ort zu prüfen. Dabei soll es zu keinen Abrissarbeiten, sondern vielmehr zu technischen Rückbauten an Verteilern und Anlagen kommen. Die nächste Aufsichtsratsitzung findet laut Platzeck am 13. Februar 2013 statt.

Vor dem Ort der Pressekonferenz versammelten sich Demonstranten. Sie votierten mit ihren Transparenten und Plakaten gegen die Milliardenverschwendung für den Bau des BER. "Die Standortfrage ist aktueller denn je und sollte jetzt diskutiert werden" so eine Demonstrantin.

André Organiska

Während der 20-minütigen Pressekonferenz. Anschließend ging es zurück in die Aufsichtsratssitzung.

Hier befragt eine britische Nachrichtenagentur Demonstranten aus Berlin-Lichtenrade vor dem Terminal des BER.

Nach der Pressekonferenz am Besicherzentrum.



Kommentare:

  1. Es war wirklich ein toller Erfolg für uns und wir sollten jetzt zusehen, dass wir beständig weiter in der Presse zu finden sind. Auch mit kleinen Aktionen am richtigen Ort können wir für viel Aufmerksamkeit sorgen, wie wir gestern Nachmittag feststellen konnten.

    Christine Radke
    Angehörige der Lärmwehr Berlin-Brandenburg

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    1. "Steter Tropfen höhlt den Stein." Mit diesem Sprichwort stimme ich dem voll zu und freue mich auf die nächsten Demos zum Mitmachen, damit diesem Spuk der Verschwendung von Steuergeldern mal ein Ende bereitet wird. Wenn ich in meiner privaten Wirtschaft Mist baue, muss ich mich auch schnell zu einer Umkehr entscheiden, damit ich kein finanzielles Fiasko erlebe.
      Warum dürfen die Macher von Politik und Wirtschaft weiterhin Milliarden in den falschen Standort versenken? Murks bleibt Murks,
      auch wenn noch so viel daran herumgebastelt wird.

      Karin Ellwanger
      Demoteilnehmer

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